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Spendenprojekte 2018

Hand in Hand – ein Patenprojekt

Jugendliche Minderjährige müssen alleine aus ihrer Heimat fliehen. Sie kommen zu uns und werden in einem sozialen Netz
aufgefangen. Sobald sie jedoch volljährig werden, stehen ihnen immer weniger Hilfen zu. Einige sind dann aber noch mitten
in ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung. Ohne Unterstützung brechen viele diese Ausbildung jedoch ab, weil sie sich den Herausforderungen alleine nicht mehr gewachsen fühlen. Um dem entgegen zu wirken, haben das Christliche Jugenddorfwerk
Deutschland e. V. (CJD) und der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF) das Patenprojekt „Hand in Hand“ ins Leben
gerufen.
Ein Pate erklärt sich bereit, sein „Patenkind“ sozial zu unterstützen. Dabei geht es oft um Kleinigkeiten im Alltag, wie etwa einen Behördenbrief zu verstehen oder einfach jemanden zum Reden zu haben. Durch die Patenschaften haben die jungen Menschen die Möglichkeit, Anschluss in der Gesellschaft zu erhalten. Die Paten bieten ihnen Begleitung, Anregung und Rückhalt.
Die Patenschaften sind gelebte Nächstenliebe und Verantwortungsbewusstsein für unsere Realität. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, „Hand in Hand“ zu unserem Spendenprojekt für die Saison 2018 zu machen. Das bedeutet, dass ein Teil der Einnahmen speziell an dieses Projekt geht. Auch Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, haben die Möglichkeit, nach der Aufführung einen Obolus beizutragen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie im Pausenraum in unserem PassionsBistro.

Ansprechpartner:
Thomas Müller
Bereichsleitung, Betreutes Wohnen/Tageskurs
Tel. (06661) 6097520 • t.mueller@cjd-schlosshausen.net • www.cjd-schlosshausen.de

Erinnerung an NS-Verfolgte aus Salmünster

Die Schrecken des Holocaust dürfen in unserer Zeit nicht in Vergessenheit geraten. George Santayana, ein Philosoph und Schriftsteller, sagte einmal, als er auf die Beweggründe für eine Erinnerungskultur angesprochen wurde, dass derjenige, der sich nicht an die Vergangenheit erinnere, dazu verdammt sei, sie zu wiederholen.
Das Projekt, das das Ensemble feel-X e. V. gemeinsam mit dem Bildungs- und Exerzitienhaus Kloster Salmünster sowie den Passionsspielen Salmünster e. V. auch in Salmünster initiieren möchte, soll die Erinnerung an die Menschen lebendig und das Gedenken an sie wach halten, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und zumeist
ermordet wurden.
Ein „Stolperstein“ ist ein in das Straßenpflaster eingelassener 10 mal 10 cm großer Stein mit einer Messingplatte. Der „Stolperstein“ wird vor dem Gebäude eingelassen, in dem die Person gelebt, gelernt oder gearbeitet hat. Auf der Messingplatte stehen der Name und das Geburtsdatum sowie, soweit bekannt, das Todesdatum und der Todesort des Opfers.
Bevor der Kölner Künstler Gunter Demnig einen Stein verlegen kann, müssen aufwändige Recherchen im Stadtarchiv sowie im Landes- und Bundesarchiv betrieben werden. Für Demnig, der dieses Kunstprojekt in über 1.000 Städten und Gemeinden europaweit durchführt, ist es eine Herzensangelegenheit und ein wichtiger Bestandteil deutscher Erinnerungskultur, den vertriebenen und vernichteten Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und den Euthanasieopfern ein bleibendes Denkmal zu setzen.
Die Verlegung der ersten Stolpersteine ist für Ende Oktober 2018 geplant, da sich in diesem Jahr das Gedenken an die Reichspogromnacht zum achtzigsten Mal jährt. Des Weiteren sind ein Festakt zur Verlegung und eine kulturelle Veranstaltung zum Thema in Planung.

Ansprechpartnerin:
Tanja Steinbock (Projektkoordinatorin)
stolpersteine@wiedergruen.eu.