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Am Palmsonntag im Jahr 1983 beschloss der damalige Pfarrer, Pater Matthias Kircher, anstatt der Predigt die Passion Jesu von den Ministranten in einem kurzen Theaterspiel darstellen zu lassen: Die Geburtsstunde der Passionsspiele Salmünster. Seitdem entwickelte sich das Schauspiel immer weiter. Mittlerweile stellen alle drei Jahre überwiegend junge Akteure ihre Interpretation des damaligen Geschehens dar.

Der Text ist in heutiger Sprache gehalten und wird für jede Spielsaison unter einem anderen Leitgedanken neu verfasst. Der Fokus wird dabei bewusst auf eine Verarbeitung gesellschaftlich-religiöser Themen gerichtet. Es ist kein reines Historienspiel. Neben dieser thematischen Verarbeitung beeindrucken die Passionsspiele Salmünster vor allem durch ihre zuschauernahen Volksszenen.

Gespielt wird auf einer charakteristischen und spartanischen Holzbühne, die durch geschickten medialen Einsatz und stimmungsvolles Licht in Szene gesetzt wird. Der Aufführungsort in der barocken Pfarrkirche St. Peter und Paul unterstützt die spirituelle Atmosphäre des religiösen Spiels von der frohen Botschaft, aber auch dem Leiden Jesu Christi.

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